Ho ho ho..

Hach, wie vertraut und gemütlich ist doch die Weihnachtszeit, zumindest versucht uns die Werbung das immer wieder zu suggerieren. Mir suggeriert sie nur folgende Frage: Ist meine Familie die Einzige,die nicht so wie in der Werbung Weihnachten zelebriert? Und fest steht, ich möchte auch mal in diesem Stil feiern, ganz pompös.
Vielleicht habe ich ja in diesem Punkto wirklich etwas verpasst und Frau Müller von Nebenan, dessen Lieblingsbekleidung, sagen wir eher leger gehalten ist, verwandelt sich an Weihnachten zu einem glitzernden Vamp, mit hohen Hacken und rotem Lippenstift. Denn Eins ist klar, in der Werbung sieht es so aus, als ob sich jedes Familienmitglied in seine besten und chicsten Klamotten zur Feier präsentiert.
Die Männer tragen dunkle oder anthrazit farbene Anzüge, dessen Sakko sie lediglich nach dem Essen abstreifen. Sprich, wenn der gemeinsame, festliche Teil vorbei ist und man sich nun getrost mit Whiskey und Zigarre im Herrenzimmer aufhalten kann.  Bei uns zuhause gestalteten wir das ganze eher, naja sagen wir mal leger. Mein Vater streift sich die gute alte Jogginhose drüber und ich ahme ihm nach.
Nach dem Essen versteht sich. Davor war noch Platz am Hosenbund.
Wo wir beim Essen sind, in der Werbung zeigt sich der Esstisch reichlich gedeckt.
Ich habe dann jedesmal die Vermutung, dass die Hausherrin zusätzlich noch andere Gäste erwartet. Das Staatskommitee zB.
Denn während die Tischdeko in der Werbung an den Wettbewerb alla „das perfekte Dinner“ erinnert, wird bei uns der Tisch mit viiielen Weingläsern dekoriert. Erstens, funkelt genauso schön und Zweitens, frei nach dem Motto: „Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Und “ Mehr ist Mehr“.
Es kann ja passieren das man sein eigenes aus Unachtsamkeit bei einem netten Schwätzchen in der Küche vergisst, dann steht immer noch ein weiteres Glas im Wohnzimmer parat oder im Schlafzimmer, auf dem Balkon..
Und wo wir letztendlich bei dem Thema Deko sind. Für viele ist der Weihnachtsbaum ein „Must Have“ während der Weihnachtszeit. Und da scheiden sich die Geister.
Manch einer bekommt schon einen halben Nervenzusammenbruch beim kombinieren der diesjährigen Schmuck Kollektion. Sprintet schweren Atems von einem Geschäft ins nächste, um den Baum, der natürlich, echt sein muss und das passende Accessoire schnellst möglich zu besorgen. Ein Anderer, der es seinem Vorgänger klüger machen wollte, geht mit der jetzigen Zeit des Onlineeinkaufes, tippt sich die Finger wund und kollabiert letztendlich tragisch Aufgrund der riesigen Auswahl. Klarer Fall von weihnachtlichem Vorstress.
Ach und über die Geschenke Besorgungen brauchen wir erst gar nicht zu reden, sonst kommen wir ebenfalls tragisch vom Thema ab.
Für viele gehört also der Weihnachtsbaum einfach dazu, ich kann es nicht genau erläutern oder Vergleiche hiermit ziehen. Es ist eben eine..Tradition.
In der Werbung steht inmitten der festlich, feiernden Familie, eine riesige, echte Tanne, die vom Boden aus bis fast zur Decke ragt. Beschmückt mit leuchtenden Kugeln in passend abgestimmten Farben, Kerzen, echte wohlgemerkt. Man kann sich an dieser Tanne nicht satt sehen, würde man vor ihr stehen und einmal langsam um sie herum gehen, die Aufmerksamkeit darauf gerichtet, im Dickicht ihrer Zweige Neues zu entdecken, so würde man den halben Tag damit verbringen, die, unter anderem, selbst geschnitzten, antiken Figuren, aus Urgroßmutters Zeiten zu entdecken.
Bei uns zuhause gab es ein ganz ähnliches Exemplar. Nur das dieses viel kleiner war, so ca. auf Brusthöhe und er war aus Plastik. Seine zarten Kuststoffzweige spiegelten sich im bunten Lametta und erhellten so nicht nur den Raum, sondern auch unsere Herzen. Waren die Feiertage um, wurden die drei Teile des Baumes wieder abgenommen und fristeten nun ihr Dasein das ganze Jahr über im Keller. Bis sie im Jahr darauf wieder in ihrer vollen Pracht zum Einsatz kommen sollten. Es hätte wohl noch weitere 15 Jahre so weiter gehen können, aber irgendwann mal beschließt man das es Zeit für eine Veränderung ist.
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten

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Grau in Grau

b08a32e6-01ba-4c86-922a-fcab3cecb5a9Ich schreibe gerne in der Vergangenheit. Sie klingt romantischer.Wie ein regnerischer Herbsttag. Die Erinnerungen an eine blühende Szene, kann wie Nebelschwaden an mir vorbei ziehen. Dem einst bunten Gemälde, verleihe ich hier und da wieder kräftige Farben. Manches wird schwarz bemalt, so dass kein Flecken mehr durchdringen kann. Ich reguliere die Bilder so,dass sie ansehnlicher werden. Mische Grau in Grau,um die Stimmung zu unterstreichen. Setze ein Zeichen, dort, unten in der Ecke. Es soll wichtig erscheinen. Reihe die Bilder aneinander, um Gemeinsamkeiten zu entdecken oder völlig unterschiedliches. Nur zerstören kann ich sie nicht,auch wenn ich mir das ab und zu wünschen würde. Dann verstaue ich sie, im obersten Regal. Lasse sie verstauben, in der Hoffnung das sie sich selbst zersetzen. Anderen verleihe ich goldene Rahmen. Hänge sie weit, weit oben auf. Gebe ihnen einen Ehrenplatz und restauriere sie nach Belieben, grau in grau..

Einleitung

Es war rum. Aus, vorbei.
Ich nahm Abschied von etwas das noch so greifbar für mich begann. Unmittelbar in meiner Nähe. In einer Zeitspanne, in der ich die Kalenderblätter nur ein paar Seiten zurück legen musste. Und obwohl ich mich wehrte, es gar versuchte zu verdrängen, übermannten mich die Einzelheiten des Geschehen. Jeder Tag, der so verheißungsvoll, so lieblich zu sein schien, alsbald ich die ersten Schritte nach Draußen setze.
Tage an denen ich mich einzig von meiner Intuition leiten ließ, an Plätzen und Ecken vorbei kam, die ich vorab nie wahrgenommen hatte. Wege und Straßen entlang ging und mit geschlossenen Augen wieder nach Hause fand. Wie vertraut und schön doch alles war..und ist..und bleibt.
Ich betrachtete mich von Außen. Die Geräusche und Düfte der Stadt umgaben mich in ein anderes Licht. Mir gefiel der Gedanke etwas zu hinterlassen, das noch nach Monaten, sogar Jahren in dieser einen Position liegen blieb. Wartend auf die Person, der sie aufzufangen fähig sei. Vielleicht war es ein Gefühl, eine Emotion oder..ein Brief.
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Edinburgh Part 1

Edinburgh erstaunt mich immer wieder. Nachdem ich ziellos durch eine der mir unbekannte Gegend schlenderte, auf der Suche nach Nahrung, bemerkte ich plötzlich neben dem Gehweg ein kleines unscheinbares Lokal, eine Etage tiefer.
„Chez Jules“ Oh, ich sollte mich noch gewaltig irren, das Lokal als unscheinbar betitelt zu haben.
Drinnen offenbarte sich mir ein so detailliert, nachempfundenes, französisches Restaurant, wie es wohl nicht einmal in Frankreich existiert. Klischees einer rot-weissen Tischdecke, gepaart mit einer Weinflasche, auf dem bereits mehrere Kerzen Wachs hinunter geglitten sind.
Man vermag sich vorzustellen, dass dieser Prozess mit mehreren Geschichten einherging. Beispielsweise das sich ein frisch verliebtes Paar, das erste Mal die drei Worte ins Ohr hauchten und sich dabei tief in ihre Augen sahen. Hach, alles so romantisch hier. Kein Zweifel, der Laden soll den Eindruck erwecken, mitten in Frankreich zu sein. Blitzschnell habe ich wie Sherlock, Holmes ( dessen Erfinder übrigens auch Schotte war) diese Erkenntnis durch reichliches Beobachten und Analysieren erkannt. Für die Begriffsstutzigen unter uns pragt zusätzlich gibt der Slogan mit den Worten:
„Have a little taste of France in the heart of Edinburgh“ an der Wand.
Aber es sind nicht nur der Slogan und die Einrichtung, die auf little France hinweisen. Abgerundet wird die Atmosphäre von ausschließlich fanzösischer Musik. Nicht zu leise ertönt sie aus den Lautsprechern. Und alles hört sich so..mon Dieu..traurig an.
Man hat das Gefühl das die Lieder nur von Herzschmerz handeln und der Sänger sich so eben einem altem Freund anvertraut. Leider verstehe ich nur ein paar Fetzen französisch ( 1 Jahr an der Schule gelernt und das Glück eine waschechte Französin neben mir sitzen zu haben, vorallem bei den Klausuren), sonst könnte ich wohl die Geschichten, die die Lieder erzählen aufklären können.
Nachdem ich von einer freundlichen Frau an meinem Platz gewiesen wurde, bekomme ich schon prompt einen Salat, ein paar Oliven und etwas Baguette mit Butter gereicht. Ich staune und möchte der Kellnerin fast ungläubig ein „für mich?“ entgegen rufen. Ich beherrsche mich in letzter Sekunde. Die Speisekarte auf französisch, wie sollte es auch anders sein, Untertitel auf Englisch. Ich bestelle etwas, von dem ich zumindest Fruit de mer verstehe. Es ist nicht schlimm, dass ich nicht alles haargenau für mich übersetzen kann. Ich mag Überraschungen. Nach kurzer Zeit bekomme ich zwei Spieße mit gebratenen Garnelen, Lachs und Jakobsmuscheln serviert, dazu wird mir Pomme de Terre gereicht ( ich sagte ja, etwas französisch beherrsche ich dann doch noch). Mit rund 14 Pfund in Ordnung wie ich finde. Und hey, die sind frisch gefischt wohlgemerkt. Leider verpasste ich den Moment der Fotoaufnahme, so wie beim anschließenden Mousse au Chocolat.
Aber naja wie sagt man so schön in Frankreich..C’est la vie.

Chez Jules – 109 Hanover Street – Edinburgh
http://www.chezjulesbistro.com

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Gastbeitrag

Heute  gibt es einen ganz besonderen Beitrag vom lieben Robsocial.

Auf seinem Blog geht es unter anderem um Persönlichkeitsentwicklung, Pick Up, Lifestyle und die Motivationen des Alltäglichen zu meistern. Schaut einfach vorbei und Danke Rob für die Mühe.

Pick Up: Böse und manipulativ?

Hey Leute,

ich freue mich heute einen Gastbeitrag für die gute Jeannedeloup schreiben zu dürfen.

Mein Name ist Rob und bei mir auf meinem Blog dreht sich alles um Pick Up. Bzw. Persönlichkeitsentwicklung. Und um mal mit den vielen Vorurteilen aufzuräumen, erkläre ich euch, was Pick Up für mich ist.

Viele Leute denken bei Pick Up neben dem Schokoriegel und den geräumigen Autos oftmals an das belügen bzw. manipulieren von Frauen, um mit ihnen zu schlafen.

Pick Up Artists (PUAs) sind aus der Sicht vieler Leute komische, verzweifelte Männer, die anders nie eine Frau abkriegen würden und mehrere tausend Euro bezahlen, nur um von einem Mann zu lernen, wie man Frauen dazu bekommt, mit einem zu Schlafen. In der Gesellschaft hat das Ganze einen unglaublich schlechten Ruf, es gab Hasstiraden auf Julien Blanc, die so weit gingen, dass es ihm verboten wurde, in einzelne Staaten einzureisen. Es heißt, er gebe Bootcamps, die anderen Männern beibringen, Frauen zu vergewaltigen. Das Ganze nur wegen einem kleinen Ausschnitt aus einem Video, welches mittlerweile von Julien komplett entfernt wurde.

Klar gibt es Männer, die Pick Up nutzen, um Frauen zu manipulieren. Diese Leute haben nicht verstanden, um was es bei Pick Up wirklich geht.

Pick Up ist eine Möglichkeit sich persönlich weiterzuentwickeln. Man wächst als Mann.

Ich kenne so viele Leute in meinem Freundeskreis, die früher mit soziale Ängsten zu kämpfen hatten und nun durch Pick Up total weltoffen und glücklich mit ihrem Leben sind.

Klar. Meistens beginnt man Pick Up, weil man mehr Frauen kennenlernen will und unzufrieden mit seinem Liebesleben ist.

Allerdings lernt man schnell, dass es um viel mehr geht, als nur um Frauen.

Schnell merkt man, dass durch das Ansprechen von Frauen das Selbstvertrauen steigt. Man wird außerdem sozialer, lockerer und wenn man erst einmal ein paar Erfolge mit Frauen gehabt hat, merkt man, dass das nicht alles ist. Es macht einen Menschen nicht glücklich, mit vielen Frauen zu schlafen. Eigentlich ist der Erfolg bei Frauen nur ein nettes Extra.

Schnell wurde aus mir, dem „18 Jährigen Player“ der anfangs nur von einer Frau zur anderen springen wollte, ein Mensch, der sich für Meditation interessierte, sich gesünder ernährte und gelernt hat, dass es wichtig ist sich Ziele zu setzen. Außerdem bin ich, seitdem ich mich mit der Sache beschäftige zu Frauen viel ehrlicher geworden. Ich sage ihnen genau, was ich will und mache keine große Sache daraus. Wieso sollte man Frauen verurteilen, die zu ihrer Sexualität stehen?

Pick Up ist eine Lebenseinstellung. Du entwickelst dich weiter, lernst dich selbst besser kennen und veränderst dich auf eine positive Weise.

Viele der Menschen, die mich früher belächelt haben, als ich ihnen gesagt habe, dass ich an mir arbeiten möchte, fragen mich heute um Rat.

Pick Up ist die schönste und wahrscheinlich auch die härteste Challenge der Welt. Sie endet nie, weil man sich immer weiter verbessern möchte und gleichzeitig trotzdem weiß, dass man nie Perfekt sein wird.

Man lernt, zu sich selbst zu stehen und holt sich Tag für Tag abfuhren von wunderschönen Frauen, so dass man sich selbst manchmal hinterfragt, wieso man das Ganze überhaupt noch macht.

Dann kommt jedoch dieser eine Moment, der alle negativen Momente vergessen lässt.

Man trifft einen nahezu unbekannten Menschen, versteht sich total gut mit ihm und erzählt der Fremden Person Dinge, die manchmal nicht einmal der beste Freund weiß. Einfach weil es sich in diesem Moment richtig anfühlt.

„Enjoy the process“ heißt es im PickUp. Genieße deinen Lernprozess. Du wirst so viele unvergessliche Momente erleben, für die es sich lohnt, Tag für Tag auf die Fresse zu fallen.

Auch die Aussage, dass PickUp in Beziehungen nicht funktioniert ist falsch.

Ich bin seit einigen Monaten in einer sehr glücklichen Beziehung mit einer unglaublich tollen Frau.

Wir arbeiten einzeln an uns selbst und gemeinsam an uns als Paar. Jeder unterstützt den anderen auf seinem Weg, die beste Person zu werden, die wir für uns sein können.

Ich lerne mindestens genau so viele Dinge von ihr, wie sie von mir.

Ich habe sie übrigens auf der Straße angesprochen und kennengelernt. Würde ich kein PickUp machen, hätte ich eine unglaublich wichtige Person in meinem Leben weniger.

Jeder kann selbst entscheiden, ob er mit PickUp nur Frauen vögeln will, eine feste Beziehung will oder sich selbst in allen Bereichen verbessern möchte.

PickUp ist so unglaublich facettenreich und vielschichtig.

Manchmal lohnt es sich einfach hinter die Fassade einer Community zu schauen und nicht immer das zu glauben, was die Gesellschaft einem sagt.

Wenn euch der Beitrag gefallen habt und ihr euch für das Thema Persönlichkeitsentwicklung interessiert, schreibt doch etwas in die Kommentare oder kommt auf meinem Blog vorbei.

Und Danke nochmal an Jeanne, dass ich einen Beitrag auf ihrem Blog veröffentlichen durfte.

Rob

Der vage Zustand

Sollte man den ersten Impulsen nachgehen, obgleich man ihn, wenn etwas Zeit vergeht wieder vergisst?
Ihn mit Leidenschaft verfolgen, obgleich man sich etwas später nicht mehr daran erinnert?
Wankelmütig schwankt man von einem Impuls zum anderen. Auf der Suche nach dem Anker. Der, die Essence enthält ihn zum Ende zu bringen. Und was passiert mit bereuten Impulsen? Sickern im Sande und nähren dort wohl möglich andere Ideen? Oder, um das Ganze doch durch zuziehen, werden sie mit halber Freude, mit halber Leidenschaft und halbem Herz ausgeführt. Zu Ende gedacht, zu Ende ausgeführt. Um letztendlich andere zu erwecken.

Der Rausch

Inspiriert vom Rausch lege ich mich auf eine Decke aus Wohlwollen.
Meine Gedanken brauen sich über mir aus, einer Gewitterwolke gleich, zirkulierend in ihrem Dunst. Ich versuche die Schönheit des Moments fotografisch in meinem Gedächtnis festzuhalten, damit ich sie bei schlechten Zeiten wieder hervorholen kann. Aber sie erscheinen nie detailliert genug. Sonne und Mond gleiten in einem Treffen sanft ineinander. Die Wärme des Tages verschmilzt mit der Kälte der Nacht. In dieser Zwischenwelt verharre ich und koste den Moment vollkommen aus.

Nachbarn

Man weiss nie wer neben einen oder in der Nachbarschaft wohnt. Es ist fast wie ein russisches Roulette, wenn man in eine neue Gegend einzieht. Wie sind die Menschen dort? Was haben sie erlebt in ihrem Leben? Man könnte tausende Fragen stellen.
Es fasziniert mich zu wissen, dass die Menschen mit denen man Tür an Tür lebt, ihre eigene kleine Geschichte haben. Vielleicht ist die eine unter dir eine große Sängerin, dessen Traum es war eine Musikschule in London zu besuchen. Da aber ihre Eltern sehr konservativ sind, verwarf sie diesen Traum schon früh und tröstete sich damit ihren zwei Katzen, in den frühen Abendstunden ein Ständchen vor zu singen.  Ein anderer, zwei Häuser weiter, reiste nach einer persönlichen Krise nach Frankreich und erfuhr dort von einer Wahrsagerin, dessen Zelt er aufsuchte, dass er in seinem früheren Leben König Ludwig gewesen war.
Das sind nur kleine Beispiele für ein langes, anderes Leben. Es gibt wie tausende Fragen auch tausende Beispiele, Geschichten und Erzählungen. Man sieht einem Menschen seine Geschichte nicht an. Versteht nicht wieso dieser auf bestimmte Situationen so reagiert. Versteht öfters nicht wieso er traurig oder wütend ist. Manchmal aber  reicht nur ein Blick aus einer anderen Perspektive, wie ein Blick aus dem Balkon zum anderen Balkon.
Und die Akzeptanz für die Andersartigkeit des Gegenübers.

Daydream

Ich versuche mich auf das Jetzt zu besinnen, aber alles steht und bewegt sich nicht weiter. Ich drücke mich durch, werde aber immer wieder zurück gerissen. Ich rühre mit einem langen Stab die der Masse, doch der Stab versinkt darin wie im dichten Moor. Es ist wie im Traum, ich möchte rennen, aber meine Beine lösen sich nicht vom Fleck. Ich bin gelähmt und werde zu Boden gedrückt. Ich möchte ausbrechen, untertauchen, verschwinden. Meine Gedanken brechenvoll, Geduld in dieser Zeit mein Feind. Die Melancholie ein alter Bekannter, der mir ein Glas Wein reicht und die Sehnsucht ein Film aus längst vergangenen Zeiten.